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Mittwoch, 27. Juli 16 um 17:25 |

Gedankenlos, verantwortungslos, hilflos...

Auf Anforderung der Wasserschutzpolizei war am Montagabend die Wasserwacht Niederkassel mit dem Motorrettungsboot Rheinreiter im Einsatz.

Ein junges Paar war zusammen mit zwei kleinen Kindern und vier weiteren jungen Menschen, sowie einem Hund, in einem Gummiboot auf dem Rhein in Probleme geraten. Die 8 Personen waren nur mit einem einfachen, aufblasbaren Gummi-Schlauchboot (zugelassen für 2 Erwachsene und 2 Kinder) unterwegs, als sie ihr einziges Paddel verloren. Als die Wasserschutzpolizei sie entdeckte, konnten sie sich eben auf die nördliche Spitze des Herseler Werth retten. Da das Polizeiboot aber zu viel Tiefgang hatte, um nah genug ans Ufer zu fahren und die Gestrandeten aufzunehmen, wurde die Wasserwacht Niederkassel alarmiert. Mit dem Motorrettungsboot konnten die Personen und der Hund aufgenommen werden. Das Gummiboot kam ins Schlepptau und alle wurden unverletzt in Hersel an Land gesetzt.

Auch wenn letztlich alles glimpflich ausgegangen ist, so wurden doch von Wasserwacht und Polizei noch deutliche und mahnende Worte über die Gefahren am Rhein ausgesprochen. Auch besonders deshalb, da keiner – auch nicht die Kinder – über Rettungswesten verfügten! Es mag bei sommerlichen Temperaturen verlockend erscheinen, mit einem kleinen Gummiboot überladen den Rhein befahren zu wollen. Es ist aber mehr als unvernünftig und absolut lebensgefährlich – ebenso das Schwimmen im Rhein!